Beyul oder Hidden Valleys
sind verborgene versteckte Täler, die Hunderte von Quadratkilometern umfassen. Sie sind gesegnet vom buddhistischen Gott Padmasambhava im tibetisch-buddhistischen Glauben. Ihre Standorte wurden auf Schriftrollen gezeichnet und werden unter Felsen, in Höhlen, in Klöstern und Stupas versteckt gehalten. Buddhistische Texte erklären, dass die beyul entdeckt werden, wenn unser Planet sich der Zerstörung nähert und die Welt zu korrupt geworden ist für die spirituelle Praxis. Diese Texte beschreiben Täler, die an das Paradies erinnern und die nur mit enormer Kraft und körperlicher Härte erreicht werden können. Pilger, die zu diesen wilden und fernen Orten reisen, erzählen oft von Ihren außergewöhnlichen Erlebnissen, die der buddhistischen spirituellen Praxis auf dem Weg zur Erleuchtung und geistigen Befreiung ähnelt. Menschen, die versuchen, den Weg in ein beyul mit Gewalt zu erzwingen, versagen oft oder erleiden sogar den Tod. Die Plätze der beyul entstehen aus einem tiefen Glauben, der traditionell großen Respekt vor der Natur und dem natürlichen Leben hat. Das Leben in einem beyul ist heilig und geschützt.
Guru Padmasambhava weissagte über beyul in Anwesenheit des tibetischen Königs Trisong Detsen und anderen im Kloster Samye: "In der Zukunft, wenn es Krieg, Streit und schwierige Umstände in der Welt gibt, sollten gute Leute und Dharma-Praktizierende zu den beyuls oder versteckten Täler reisen, die südlich des tibetischen Himalaya Gebirges gelegen der Zuflucht dienen."
Im Buddhismus sind das heilige Orte, um sich tief zurückzuziehen und eine unkontrollierte Flucht zu vermeiden. Die innewohnenden Eigenschaften von solchen Orten schwelgen von der Verbundenheit allen Lebens und vertiefen das Bewusstsein für den Geist und die Seele in verborgenen Regionen. Bei einem Besuch in einem beyul mit guter Motivation und entsprechendem Verdienst kann der Pilger lernen, die Welt anders zu sehen, wie sie häufig scheint, es folgen die Entwicklung und Stärkung seiner buddhistischen Tugenden von Weisheit und Mitgefühl. Innerhalb vom beyul sollten die Menschen ihr negatives Denken und ihre negativen Taten außen zurücklassen. Die Täler verkörpern Schutzgottheiten und Götter des Landes, die mit den geografischen Merkmalen wie Berge, Bäume, Felsen und Wasser-Quellen verbunden sind. Es ist Brauch, rituelle Gaben an diese Göttter zu opfern, um ihre zornigen Wesen zu besänftigen und mit den Menschen eine symbolischen Einheit einzugehen.
In Nepal und Tibet, um den Mount Everest, sind das Khenbalung, Solukhumbu, Rolwaling, Rongshar, Kyirong und Nubri heilige Täler. Die Sherpa Menschen entdeckten Solukhumbu, als sie Tibet verließen, um der religiösen Verfolgung im 15. und 16. Jahrhundert zu entkommen. Sie betraten das Tal, um eine Zuflucht zu suchen und es wurde ihnen eine neue Heimat. Buddhistische Klöster und heilige Berge haben viele spirituelle Reisende nach Solukhumbu gebracht. Traditionelle beyul gibt es in den Himalaya-Regionen von Nepal, Tibet, Sikkim, Bhutan, Indien, China und Pakistan.
Quelle: http://en.wikipedia.org
5.11.2011 Fünf Tage in Folge keine Flüge mehr von Lukhla wegen schlechter Sicht.
Insgesamt fielen die Flüge während 5 Tagen aus und bis zu 2500 Touristen warteten auf eine Möglichkeit nach Kathmandu zu fliegen. Täglich werden in der Hauptsaison bis zu 500 Trekker geflogen, was bei den kleienn STOL Maschinen eine beachtliche Leistung ist. Nach einer Woche normalisierte sich dann die Situation wieder einigermaßen. Es kommt jedes Jahr ein bis zweimal vor, dass über mehrere Tage in Folge keine Flüge möglich sind so dass man immer damit rechnen sollte.
Man kann auch in 5 Tagen von Lukla nach Jiri laufen, muss allerdings dafür die Zeit eingeplant haben und sofort konsequent die Entscheidung treffen, bevor es zu spät ist.
Auch in Pokhara gingen an 4 Tagen keine Flüge wegen Nebels.
Quelle: www.nepal-dia.de
12.10.2011 - “Bitte gebietet der ’Entwicklung’ des Berges Kailash und des Manasarovar-Sees zu Profitzwecken Einhalt“
High Peaks Pure Earth übersetzte einen Aufruf der tibetischen Schriftstellerin, Dichterin und Bloggerin Woeser, der am 10. Juli auf ihrem Blog erschien.
Der dringende Appell bezieht sich auf die geplanten Entwicklungsvorhaben für die Förderung des Tourismus in der Region des Berges Kailash und des Sees Manasarovar in Westtibet.
Auch der amerikanische Tibetologe Elliot Sperling verfaßte kürzlich einen ähnlichen Appell (1).
Hier folgt Woesers Essay:
„Vor neun Jahren unternahm ich eine Pilgerfahrt zum Berg Kailash, wo ich die 50 km lange Runde um den heiligen Berg machte, was fast 20 Stunden in Anspruch nahm. Als die wunderbare Form des Kailash in der Ferne vor mir auftauchte, war es, als ob ich auf das Symbol des Buddhismus blickte, es glich der Mandala-Blume, so strahlend, hell und rein war es. Für die Nicht-Gläubigen ist der Kailash ein ganz normaler Berg. Aber heutzutage ist er für die profitgierigen Geschäftsleute ein Objekt mit dem Reiz des Neuen geworden, eine Attraktion, um Touristen anzulocken und viel Geld zu verdienen.
Kürzlich schrieben Freunde, die gerade vom Mount Kailash zurückgekehrt waren, auf der Sina Weibo MicroBlogging Seite, daß sie Baustellen am Berg gesehen hatten, um die Wege zu verbreitern und eine neue Straße zu bauen. Viel zu bald schon werden allerlei Fahrzeuge von Darchen aus bis zum Kloster Drirapuk fahren können, und einige wollen sogar die Aufstellung von Seilbahn-Pfeilern an einem Berghang gesehen haben.
So viel ich weiß, ist die ‚Tibet-Tourismus-Gesellschaft’ eine Tochtergesellschaft der in Beijing ansässigen Guofeng Gruppe. Sie wurden ’unter Vertrag genommen’, um den heiligen Berg Kailash sowie den See Manasarovar in Tourismus-Areale zu verwandeln. Im Internet entdeckte ich, daß die ’Tibet-Tourismus-Gesellschaft’ 2010 an die Börse ging und den heiligen Berg und den heiligen See nun benutzt, um Anteile zu verkaufen. Die Unternehmung wurde bekannt unter dem Namen ’Tibetisches Kailash-Manasarovar Tourismus-Entwicklungsprojekt’, sie beinhaltet die ‚Entwicklung des landschaftlich attraktiven Gebiets, den Bau von Hotels und Restaurants, die Anschaffung von umweltfreundlichen Fahrzeugen, Sauerstoffabriken und andere Einrichtungen’. Für die Zukunft planen sie, ein großes Eingangstor zu bauen, Aussichtsplattformen, Sightseeing-Fahrzeuge, und Straßen usw. Abgesehen von der Kommerzialisierung der heiligen religiösen Stätte wird der Bau von Sauerstoffabriken und anderer Komfort-Einrichtungen die Schadstoffemission erhöhen und die Umwelt belasten.
Dieses Jahr findet vom 31. Juli bis 11. August ein nicht-öffentliches Cross-Country Wettrennen am Berg Kailash statt. Organisiert wird es von der ’Beijing Gesellschaft für Extremsport und Outdoor-Abenteuer’. Auf deren Website stehen die Preise für eine Teilnahme – Unternehmen: 68.000 Yuan pro Team, nicht-kommerzielle private Gruppen: 56.000 Yuan pro Team, Individuen:
15.000 Yuan pro Person. Obwohl diese Aktion angeblich zu Wohltätigkeitszwecken gereichen soll, ist sie ein Zeichen, daß der lange Arm des Kommerzes schon angefangen hat, den Berg Kailash für den Profit auszuschlachten. Das ist nicht nur Spekulation, denn es gibt viele andere heilige Berge und Seen, die alle dasselbe Schicksal erleiden und auf dem Hackbrett der Geschäftemacherei zerteilt werden könnten.
Heute fallen der Berg Kailash und der See Manasarovar unter die Verwaltungseinheit des Bezirks Purang in der Präfektur Ngari in Westtibet.
Leute, die etwas von tibetischer und indischer Kultur verstehen, wissen, daß diese kein gewöhnlicher Berg und kein gewöhnlicher See sind. Alle vier Religionen – Buddhismus, Bön, Hinduismus und Jainismus – sind sich einig, daß sie von allen religiösen Stätten die wichtigsten ‚heiligen Orte’ sind (so soll es der Buddha gesagt haben). Traditionell galt nämlich die religiöse Anbetung am Berg Kailash und am Manasarovar-See als eine wesentliche Erfahrung im Leben. Wer den Berg und den See zu Fuß umrundet, setzt die Pilgertraditionen der Vergangenheit fort, denn nur durch den physischen Akt des Gehens und die ’Knochenarbeit’ kann man religiöse Läuterung erlangen.
Es ist völlig unnötig, dort Straßen zu bauen oder Touristenbusse herumfahren zu lassen. Diese ziehen nämlich nur eine gewisse Klasse von Leuten an. Um im Sinne der Kulturanthropologie zu argumentieren, handelt es sich hier um eine Art von ’Tourismus-Imperialismus’, der den heiligen Berg und den heiligen See entweihen und zerstören wird. Jemand kommentierte schon spöttisch: ’Eines Tages wird man die Leute singen hören: Wir sitzen in der Gondelbahn und umkreisen den heiligen Berg’.
Der Berg Kailash und der See Manasarovar bilden eine besonders ehrwürdige Gegend, und jeder Grashalm, jeder Baum, jeder Berg oder Wassertropfen werden von jenem buddhistischen Volk, das historisch gesehen schon immer die Natur und alle Lebewesen schützte, mit Ehrfurcht behandelt. Das wird reflektiert von dem Begriff einer ’kulturellen Umwelt’, in dem es einen Platz für die Überzeugungen und die Traditionen der Menschen gibt. Die Menschheit bekennt sich doch auch zu dem ’Naturerbe’ und dem ’Kulturerbe’, und diese Dinge sollten in Ehren gehalten und vor allem respektiert werden.
Wie wir alle wissen, wird das tibetische Hochland auch als der ’Dritte Pol der Erde’ bezeichnet, denn seine Berge und Flüsse sind von globaler ökologischer Bedeutung. Aber heutzutage ist Tibet ’offen für die Entwicklung’ geworden, es ist offen für alle Arten von Bergwerken, Staudämmen und Tourismusprojekten.
Doch diese Entwicklungsvorhaben werden der tibetischen Nation, ihrer Kultur und Lebensweise, den heiligen Bergen und Seen irreparable Schäden zufügen, was wiederum Folgen für die Ökologie der ganzen Welt haben wird.
Dieses Jahr am 4. Januar, als Seine Heiligkeit der Dalai Lama über Video mit chinesischen Intellektuellen konferierte, stellte der Anwalt Jian Tianyong fest, daß ’das Abschmelzen der Gletscher, die Abholzung und der Bergbau die Wasserläufe ungeheuer verschmutzen. Diese Probleme können nicht länger warten, eher schon politische Fragen. Was diese angeht, kann das tibetische Volk noch fünf oder zehn Jahre warten’. Seine Heiligkeit antwortete, daß ’seine größte Sorge die Wiederherstellung der schwer geschädigten Umwelt ist. Dies ist ein Riesenproblem, besonders, was die Zerstörung des tibetischen Plateaus betrifft, denn die Quellgebiete aller großen Flüsse Asiens sind bedroht, und damit wird das Leben von Milliarden Menschen von gefährdet’.
Heutzutage wird Tibet geplündert und ausgebeutet, und das alles im Namen seiner ’Entwicklung’. Wie Wang Lixiong in dem Buch ’Himmelsbestattung: Das Schicksal Tibets’ sagt: ’Tibet gleicht einer Person, die ihre ganze Bewegungsfähigkeit eingebüßt hat und auf dem schneebedeckten Dach der Welt liegt. Aus allen Richtungen stoßen Geier und Adler auf sie herab, reißen ihren Leib in Stücke, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen — sei es wegen der Souveränität, um die öffentliche Meinung für sich zu gewinnen, um eine bestimmte Ideologie zu demonstrieren oder um der internationalen Diplomatie willen. Da gibt es auch noch die gierigen und unersättlichen Geschäftsleute, die Wilderer und Jäger wilder Tiere, die ihr Vergnügen suchenden Touristen und die der modernen Zivilisation überdrüssigen Westler – all diese Leute strömen nach Tibet, um sich von ihm zu nehmen, was sie brauchen. Im Laufe seiner ganzen Geschichte wurde Tibet niemals so manipuliert, bis zu einem solchen Grade von externen Kräften ausgenutzt, wie es jetzt geschieht. Tibet war niemals so hilflos, so eingeschränkt und unfähig für sich selbst zu handeln’.
Seine Heiligkeit der Dalai Lama plant, bald Amerika zu besuchen (2) und dort mit Hunderten von chinesischen Gelehrten zusammenzutreffen, um über die Zukunft Chinas das Schicksal Tibets und andere Themen zu reden. Diese Diskussionen sind von hohem theoretischem Wert, aber im Augenblick dringlicher ist die Tatsache, daß Tibet derzeit verschlungen und um des Profits willen zerrissen wird. Wenn wir diese Ausbeutung nicht aufhalten können und warten wollen, bis eine chinesische Demokratie dieses Problem löst, wird Tibet schon tot und untergegangen sein. Wir sollten daher unsere Augen öffnen und den gierigen Handlungen der Geschäftsleute Einhalt gebieten, wir sollten die ganze Welt über die Zerstörung der Umwelt, der kulturellen Traditionen und der Lebensweise in Tibet informieren.
Aus diesem Grund plädiere ich für Demokratie und Gerechtigkeit. Ich appelliere an die Leute in Tibet alles zu tun, was in ihrer Kraft steht, um ihren heiligen Berg Kailash und ihren Manasarovar-See zu beschützen und die Thematik der tibetischen Kultur und Lebensweise ins allgemeine Bewußtsein zu rücken.“
Woeser, 3. Juli 2011, Beijing
Aus Blogs von der Seite Sina Weibo:
@GanRenMani:
„Das ist einer der Pfade um den heiligen Berg Kailash; die Straße, die zu dem Tempel führt, wird derzeit zu einem Highway ausgebaut. Der Bau an dieser Straße hat schon begonnen, aber die größte Tragödie ist, daß es sogar Pläne gibt, eine Gondelbahn zum Dolma La zu bauen. Eines Tages wird man die Leute singen hören: ‚Wir sitzen in der Gondelbahn und kreisen um den heiligen Berg’“.
@WorldWellbeing:
„Ich nahm dieses Bild am 15. Juni beim Saga Dawa Fest auf. Die temporären Unterkünfte links sind für das Bauprojekt, ich hoffe, sie wollen nur die Trasse erweitern, und nicht mehr….
Auf der linken Seite des Bildes ist ein Bagger, ich hoffe, er ist nur da, um den Boden zu ebnen. Ich nahm das Bild am 16. Juni auf, nachdem wir von Drirapuk Gompa aus starteten.
Es ist klar, nachdem die Trasse erweitert sein wird, werden alle möglichen Arten von Fahrzeugen von Darchen direkt bis zum Drirapuk Kloster fahren können. Es gibt Online bereits viel Reklame für die Kailash-Manasarovar-Touristen Region, dort wird angepriesen, daß der Berg ein Eingangstor bekomme, Aussichtsplattformen, umweltfreundliche Vehikel, Hotels… und entlang der aufwärtsführenden Pfade sah man bereits, wie Pfeiler für eine Seilbahn aufgestellt werden.“
(1) „Kailash, an Appeal“, 14. Juli 2011, http://www.rangzen.net/2011/07/14/kailash-an-appeal
(2) Hier bezieht sich Woeser auf das Treffen des Dalai Lama mit chinesischen Gelehrten in den USA. Am 11. Juli sprach er in Washington im Rahmen der Kalachakra Belehrungen auf einer Konferenz über ein „Demokratisches China und die Zukunft Tibets“.
29.12.2010 - China bezahlt Nepal für die Festnahme tibetischer Flüchtlinge
China setzt die nepalesische Regierung auf vielfältige Weise unter Druck, gegen Peking gerichtete Proteste der Tibeter auf ihrem Staatsgebiet zu unterbinden. Wie aus einer geheimen, von Wikileaks veröffentlichten US-Depeche hervorgeht, setzt China nun auch seine finanzielle Stärke ein, um die nepalesische Polizei dafür zu bezahlen, dass sie Angehörige der Exilgemeinde festnimmt.
In den von der Whistle-Blower-Website veröffentlichten Botschaften spricht eine unbenannte Quelle der US-Botschaft in New Delhi immer wieder davon, dass „die chinesische Regierung die Streitkräfte Nepals belohne, indem sie Grenzsoldaten finanzielle Anreize biete, auf der Flucht aus China befindliche Tibeter festzunehmen und auszuliefern. Gemäß einer Depeche vom 22. Februar 2010 wiederholte XXX diese Vermutung gegenüber dem Botschafts-Angehörigen (political officer) während einer XXX-Sitzung in Delhi: „Die chinesische Regierung belohnt nepalesische Soldaten, indem sie denjenigen, die ihr Tibeter ausliefern, Geldgeschenke gibt“.
Die dem US-State Department unter dem Titel „Tagebuch Delhi“ von der US-Botschaft gesandte Notiz, die als vertraulich eingestuft wurde, enthält auch eine Aussage über den tibetischen Flüchtlingsstrom, welche die Quelle dem Botschafts-Angehörigen am 4. Februar gemacht hatte.
Die Zahl der indischen Boden betretenden Tibeter ist stetig zurückgegangen, seitdem Peking von Kathmandu verlangte, die Patrouillen nepalesischer Grenztruppen zu verstärken, um die Tibeter daran zu hindern, nach Nepal zu kommen, wie aus der Depesche, die auch von myrepublica online, der Website der nepalesischen Tageszeitung Republica, veröffentlicht wurde, hervorgeht. Darin heißt es, die Zahl der in Indien eintreffenden Tibeter sei „seit dem Volksaufstand von 2008 merklich zurückgegangen“.
In Nepal leben etwa 20.000 Exiltibeter, und seit den Unruhen 2008 in Lhasa gab es in der Hauptstadt mehrere anti-chinesische Demonstrationen. Nepal stand unter dem Druck westlicher Regierungen, diese Proteste zu erlauben, und gleichzeitig unter dem Druck Chinas, sie aufzulösen. Peking hat Nepal wiederholt aufgefordert, die tibetischen Flüchtlinge auf seinem Territorium besser zu kontrollieren und den Protesten Einhalt zu gebieten.
Diese Protestaktionen brachten die Regierung Nepals, die solide Beziehungen zu China anstrebt, in Verlegenheit. Nepal bekennt sich zu der „Ein-China-Politik“, die Tibet als einen integralen Teil Chinas betrachtet. Nepal hat wiederholt seinem mächtigen Nachbarn im Norden versichert, dass es nicht gestatten werde, dass auf seinem Territorium gegen China gerichtete Aktionen stattfinden. Nepal hat die Kontrollen verstärkt und die Tibeter davor gewarnt, anti-chinesische Proteste zu organisieren.
Quelle: Wikileaks, das über 250.000 amerikanische diplomatische Depeschen veröffentlichte, hat die Namen der als Quelle genannten Personen entfernt.
30.10.2010 - Lohnerhöhungen und Preissteigerungen in Nepal
Kürzlich sind die Löhne und Gehälter der Träger und Mitarbeiter der Trekking-Agenturen nach einer Vereinbarung zwischen der Gewerkschaft und der Asscociation der Trekking-Agenturen zum wiederholten Male erhöht worden. Jetzt müssen die Agenturen den Trägern und Mitarbeitern laut neuem Tarif ein fast doppelt so hohes Gehalt als vorher bezahlen.
Im Herbst 2010 bekommt ein Träger mindestens 750 NP Rupees als normalen Tageslohn.
Ein Mule-Treiber bekommt mit 5 Maultieren 3500 NP Rupees pro Tag.
Auch die Verbraucherpreise in Nepal sind im letzten Jahr sehr stark angestiegen. Z.B. hat sich der Preis für Nudeln und für Kerosin in diesem Jahr mehr als verdoppelt.
27.10.2010 - Nepal verdoppelt 2011 alle Eintrittspreise in Kathmandu
Nepals Parlament plant 2011 alle Eintrittspreise für die Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt zu verdoppeln,
Bhaktapur kostet dann statt bisher 750 - 1500 NP Rupees und Pashupatinath dann statt 500 - 1000 NP Rupees.
01.07.2010 - Nepal Tourism Year 2011
Nepal hat 2011 zum Fremdenverkehrsjahr NTY (Nepal Tourism Year) ausgerufen. Fremdenverkehr wird im Himalaya-Staat damit zur Chefsache. Die Besucherzahlen sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Selbst während des Krisenjahres 2009 konnte Nepal Zuwächse von 4,5 Prozent verzeichnen, erklärt Nandini Lahe-Thapa, Direktorin des Tourism Marketing Nepal gegenüber pressetext. "Ziel ist es, eine Mio. Gäste pro Jahr ins Land zu bringen."
Mit touristischen Highlights ist Nepal reich gesegnet. Acht der welthöchsten Berge liegen im Himalaya-Staat, in dem 103 verschiedene Ethnien leben, die 92 verschiedene Sprachen sprechen. "Seit 2006 Frieden im Land herrscht, hat die Zahl der Besucher stark zugenommen", so Lahe-Thapa. Mit dem NTY werde es in Zukunft Erleichterungen bei der Einreise und verbesserte Infrastruktur geben. Das Schwerpunktjahr sei sehr stark auf Europa fokussiert, da ein Großteil der Besucher aus Europa komme.
Unter dem Slogan "Together For Tourism" will das asiatische Land auch darauf hinweisen, dass Tourismus als integrativer Bestandteil der nepalesischen Gesellschaft gesehen wird. "Es ist uns ein Anliegen, Fremdenverkehr in die lokale Gemeinschaft zu integrieren", so Lehe-Tapa. Das bedeute auch, dass es eine Einigkeit unter allen politischen Parteien gebe. "Fremdenverkehr ist eine Friedensindustrie", betont die Tourismus-Managerin. Das erfordere eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Dass Nepal ein sehr interessantes Reiseland ist, zeige sich auch in einer anderen Art und Weise. "40 Prozent der Besucher, die einmal hier waren, kommen erneut nach Nepal zurück", so Lahe-Thapa. Weltweit genießt Nepal einen hervorragenden Ruf als Reiseziel.
Insgesamt vier UNESCO-Weltkulturerbestätten gibt es in Nepal. Lumbini, der Geburtsort Buddhas, sowie sieben Monumente im Kathmandu-Tal - innerhalb eines 20 Kilometer-Radius - wurden von der UNESCO als besondere Kulturstätten eingestuft. Auch die beiden Nationalparks, Chitwan und Sagarmatha, wurden als besonders schützenswerte Naturlandschaften, sogenannte "World Heritage Sites", gelistet.
Quelle: pressetext.deutschland - Wolfgang Weitlaner
08.12.2009 - Fluhafengebühr entfällt
Die Flughafengebühr bei Ausreise aus Nepal wurde kürzlich nach der Einführung von E-Tickets abgeschafft.
Heute sind fast alle Flugtickets E-Tickets und sie enthalten bereits die Ausreisesteuer im Flugpreis.



